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Bobath - Therapie

Die Behandlung und Wiedereingliederung erwachsener Menschen mit Hirnschäden, die durch Krankheit oder Unfall entstanden sind, gehören zu den wichtigsten Aufgaben der Rehabilitationsmedizin.

Halbseitengelähmte infolge von Hirngefäßerkrankungen (z.B. Schlaganfall) machen bereits mehr als 25 % der Schwerbehinderten aus.

Die Bobath Therapie, benannt nach ihren Begründern Berta und Karel Bobath, befasst sich mit der Behandlung von Funktionsstörungen, die als Folge von o.g. Hirnschäden entstehen.

Nach Bobath ist das Zentralnervensystem kein Organ der Aktion, sondern ein Organ der Re – Aktion, welches auf Reize von außerhalb und innerhalb des Körpers reagiert.

Das Zentralnervensystem ist ein Organ der Wahrnehmung, das nach unzähligem Verschalten und Programmieren schließlich die Systeme unseres Körpers koordiniert. So ist es auch für die Programmierung und Koordination unserer Bewegungsabläufe verantwortlich.

Das Hauptgewicht des Behandlungskonzeptes liegt einerseits in der Erkennung der Bewegungsstörung und andererseits im beobachtenden Training der Wahrnehmungsleistungen.

Zunächst nicht mehr abrufbare, aber noch teilweise erhaltene Funktionen gilt es zu finden und mit Bewegungsabläufen aus der Realität des früheren Alltags des Patienten zu kombinieren.

Anfänglich muss der Patient oft gestützt und geführt werden.

Die Übungssituation muss aus der Wirklichkeit des Patienten bezogen werden und sich an den Problemen, die sich dem Patienten in seinem täglichen Leben stellen, orientieren. Der Patient spürt und erkennt durch ständige Wiederholung immer besser und ist in der Lage, Fortschritte in Richtung Selbstständigkeit zu machen.