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Osteopathie Erwachsene



Die Osteopathie ist eine ganzheitliche Form der Medizin.
In erster Linie dient sie dem Erkennen und Behandeln von Funktionsstörungen. Mit eigenen, osteopathischen Techniken, die nur mit den Händen ausgeführt werden, erfolgen Diagnose und Therapie.

Die Osteopathie versteht unter „Gesundheit“ eine Art Gleichgewicht, das unser Körper erhalten will. Befindet er sich in diesem Zustand des Gleichgewichtes, ist er in der Lage alle seine Funktionen optimal auszuüben. Da unser Körper ständig inneren und äußeren Einflüssen ausgesetzt ist, die ihn aus diesem Gleichgewicht bringen, ist dies gar nicht so einfach.

Geht dieses Gleichgewicht verloren, erkranken wir.
Selbst dann versucht unser Körper wieder gesund zu werden, d.h. erneut ein Gleichgewicht herzustellen.

Meist steht zu Beginn einer Krankheit eine Funktionsstörung. Diese zeigt sich dem Osteopathen in eingeschränkten Bewegungen, die sich in verändertem Ausmaß, Richtung, Rhythmus, und Spannung ausdrücken und die er mit seinen Händen erspürt. Der Körper versucht lange Zeit diese Funktionsstörung zu kompensieren. Je länger die Kompensation andauert, umso eher geht dies auf Kosten anderer Strukturen. So bilden sich im Laufe der Zeit ganze Ketten von Funktionsstörungen.

Der Osteopath sucht nach der Ursache der funktionellen Störung und versucht, soweit dies möglich ist, der Struktur ihre ursprüngliche Bewegung zurück zu geben. Mit dem Ziel, dass die Struktur ihre ursprüngliche Funktion wieder aufnehmen kann. Somit unterstützt der Osteopath die Selbstheilungskräfte des Körpers. Er heilt nicht, sondern hilft dem Körper sich selbst zu heilen.

Der Vater der Osteopathie ist der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still (1828-1917). Mit den Prinzipien der Osteopathie begründete er eine neue Form der Heilkunde, die auf Medikamente verzichtet und nicht das Symptom behandelt, sondern sich auf die Suche der Ursachen begibt.

Die Osteopathie entwickelte sich immer weiter, ihre Geschichte in Deutschland ist noch relativ jung.

Weder der Beruf des Osteopathen noch dessen Ausbildung sind in Deutschland staatlich geregelt. Der 1994 gegründete Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. führt im Interesse der Qualitätssicherung des Patienten eine Therapeutenliste, die ausschließlich Mitglieder enthält, die als langjährig ausgebildete Osteopathen zertifizierte Fortbildungskurse besuchen.

Da die Osteopathie als Medizin gilt, darf sie nur von Ärzten und Heilpraktikern ausgeübt werden.

Im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen ist die Osteopathie nicht enthalten. Von privaten Krankenversicherungen werden die Behandlungskosten teilweise übernommen. Ärzte und Heilpraktiker rechnen nach eigenen berufsständischen Gebührenordnungen ab. Die Kosten für Anamnese, Untersuchung und Behandlung liegen meist zwischen 60 und 100 Euro.

Eine osteopathische Behandlung dauert ca. 50 Minuten, eine erneute Behandlung ist häufig erst nach 2- 3 Wochen notwendig, da der Körper innerhalb dieser Zeit noch auf die erste reagieren kann.

Nach 3- 5 Behandlungen sollte eine deutliche Besserung der Beschwerden erzielt worden sein.

Anwendungsgebiete der Osteopathie befinden sich

  • im Bereich des Bewegungsapparates
  • im internistischen Bereich
  • im Hals- Nasen- Ohren Bereich
  • im Kiefergelenksbereich
  • im urogenitalen Bereich
  • in der Kinderheilkunde

Die Grenzen der Osteopathie sind

  • die Notfallmedizin
  • schwere und akute Erkrankungen
  • traumatische Verletzungen, bei denen es zur Schädigung von Strukturen gekommen ist
  • seelische Erkrankungen
  • Infektionen

Eine ausführliche Anamnese ist daher unerlässlich. Die Osteopathie versteht sich als eine die Schulmedizin sinnvoll ergänzende Heilmethode.